shz: Schleibote | 25. Mai 2009 | 04:50 Uhr | Von rn
Seit heute sind die 31. Heringstage Geschichte. Polizei und Rettungshelfer melden einen überwiegend harmonischen Verlauf der Kappelner Großveran- staltung mit geschätzten 48.000 Besuchern. Und auch Stadt und Veranstalter sind zufrieden.
Die 31. Heringstage endeten, wie sie drei Tage zuvor begonnen hatten - mit einer Krönung. Denn erstmals nach vier Jahren hat die Stadt nun - nach dem prominenten Heringskönigspaar Helga Thurau und Josef Janowski - auch wieder zwei bürgerliche Regenten. Aus der Aktion des Handels- und Gewerbevereins "Pro Kappeln" gingen Annika Klang und Manfred Lipp als gekrönte Häupter hervor, beide lagen mit ihrem Tipp von 86 Pfund Hering goldrichtig. Das Los entschied über den Gewinner des Reisegut scheins (500 Euro), den nun Annika Klang einlösen darf. Lipp erhielt einen Einkaufsgutschein im Wert von 200 Euro. Insgesamt hatten 512 Teilnehmer einen Wettschein erworben - weniger, als Organisatorin Helga Thurau gehofft hatte. So habe das Geld nicht einmal für die Preise gereicht, sodass "Pro Kappeln" den Fehlbetrag aus eigener Tasche decken musste.
Die Verleihung des Königstitels unter den "Bürgerlichen" war die vorletzte Veranstaltung auf der Bühne der "Haifisch-Bar" - für Miriam Rottler, Geschäftsführerin der veranstaltenden Wirtschaft und Touristik Kappeln (WTK) GmbH, ein passender Anlass für eine erste Bilanz ihrer ersten Heringstage. "Wir sind sehr zufrieden", sagte Rottler. Und: "Es war nichts dabei, von dem wir uns hinterher gewünscht hätten, darauf verzichtet zu haben." Keine Beschwerden, nur positive Rückmeldungen habe sie vernommen - sowohl von Besuchern als auch von Marktbeschickern.
Vor allem die "Haifisch-Bar" sei gut angenommen worden - "keiner hat das Festzelt vermisst". Funktioniert habe, so Rottler, auch die Strategie, mit der Verlegung des Feuerwerks auf den Freitag den bislang besucherschwächsten Tag zu stärken. Rottler: "Der Freitag war besser besucht als sonst." Ausbaufähig nennt die WTK-Chefin dagegen die Aktionen in der Innenstadt, plant für 2010 mehr so genannte Walking Acts, die sich durch die Stadt bewegen. Bereits in diesem Jahr habe sie aber eine gute Stimmung unter den Kappelner vernommen. Rottler: "Die Einheimischen sind motiviert, wollen mitmachen."
"Wir sind 100 Prozent zufrieden"
Gerade die Belebung der Innenstadt verbucht Horst Trauzettel, stellvertretender Bürgermeister, als großes Plus der diesjährigen Heringstage. Sein Fazit: "Wir sind 100 Prozent zufrieden. Die Entwicklung ist positiv - vor allem für die Innenstadt, das war sonst immer ein kleines Manko. Die WTK verdient unser volles Lob."
Noch einer, der sich nach Ende der viertägigen Großveranstaltung zufrieden gab, war Polizeichef Hubert von Rymon-Lipinski. Er schätzt die Besucherzahlen auf täglich bis zu 12.000 - "und trotz der großen Zahl verlief alles absolut friedlich". Die Polizei war täglich mit rund 15 Mann im Einsatz, hatte vor allem an Himmelfahrt mit Problemen zu tun, deren Verursacher alkoholisiert waren. So erteilten die Beamten einem am Südhafen randalierenden und stark alkoholisierten Mann einen Platzverweis, mussten einen betrunkenen und gestürzten jungen Mann in die Margarethen-Klinik einweisen, wo er ebenfalls randalierte. Von Freitag an beruhigte sich die Lage